13.05.2020 ● mgo Joblokal
Finanzielle Unterstützung während der Ausbildung
ür viele ist das Ausbildungsgehalt das erste "richtige" Gehalt. Natürlich freut man sich, wenn der Kontostand jeden Monat etwas ansteigt, aber es wird auch schnell deutlich, dass das Einkommen in der Berufsausbildung in den meisten Fällen nicht so groß ist, wie man es sich vielleicht erhofft. Nach Abzug von Steuern und Versicherungen bleiben in der Ausbildung nicht mehr all zu viele finanzielle Mittel übrig. Oft helfen hier die Eltern aus und überweisen monatlich einen festen Betrag, mit dem gewirtschaftet werden muss - aber nicht in jedem Haushalt kann davon ausgegangen werden, dass die Eltern finanzielle Hilfe bieten können. Für diesen Fall gibt es unterschiedlichste staatliche Unterstützung, durch die du deine Ausbildung meistern und gleichzeitig komfortabel leben kannst. Von BAföG über Schüler-BAföG bis hin zur Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), gibt es einige Möglichkeiten und Förderungen, die einem jeden Auszubildenden zur Verfügung stehen.
BAföG in der Ausbildung
Da es verschiedene Typen von Ausbildungen gibt, werden auch unterschiedliche Arten der Förderung angeboten. Bei einer schulischen Ausbildung besteht in den meisten Fällen beispielsweise kein Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe. Dafür hast du hier die Möglichkeit, Leistungen aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zu beziehen. BAföG muss von dir beantragt werden und wird dann individuell berechnet. Dein eigenes Einkommen, das deiner Eltern und deines Partners oder deiner Partnerin werden hierbei berücksichtigt. Auch mögliche Rücklagen oder Sparkonten spielen in der Beantragung und Berechnung des BAföG eine Rolle. Deinen Antrag musst du in deiner Stadt beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung einreichen - alle benötigten Dokumente bekommst du vor Ort. Es gibt auch die Möglichkeit, BAföG über das Internet zu beantragen. Die finanzielle Förderung muss nicht zurückgezahlt werden und liegt bei einem Höchstsatz von 590 Euro.Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) in der Ausbildung
Wenn die Kosten für den eigenen Haushalt zu hoch werden und das Ausbildungsgehalt nicht zum Überleben ausreicht, dann kann die Bundesagentur für Arbeit in bestimmten Fällen weiterhelfen. Um die monatliche Unterstützung des Arbeitsamtes jedoch zu bekommen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Einer der folgenden Fälle sollte auf dich zutreffen, um dich für die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) qualifizieren zu können:- Du nimmst an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teil.
- Du machst eine betriebliche oder außerbetriebliche Berufsausbildung und dein Ausbildungsbetrieb ist so weit von deinem Zuhause entfernt, dass du nicht weiterhin bei deinen Eltern leben kannst.
- Du machst eine betriebliche oder außerbetriebliche Berufsausbildung, bist über 18 und/oder lebst mit deinem Partner oder deiner Partnerin zusammen.
- Du machst eine betriebliche oder außerbetriebliche Berufsausbildung, hast mindestens ein Kind und lebst nicht mehr bei deinen Eltern.


