Fremdsprachenkenntnisse kommen beim neuen Arbeitgeber positiv an. Sie zeugen von Lernbereitschaft, interkulturellen Kompetenzen, kompetenter Sprachverwendung und Vielseitigkeit. Gerade in Bewerbungen und Lebensläufen kann man die Sprachkenntnisse gezielt einsetzen, um einen guten Eindruck zu hinterlassen und aus der Masse herauszustechen. Oft stellt sich aber die Frage, wie man die Fremdsprachenkenntnisse in der Bewerbung formulieren soll – gerade wenn kein offizieller, mit Zertifikat ausgezeichneter, Kurs besucht wurde. Wer zum Beispiel in einer binationalen Familie aufgewachsen ist, verfügt wahrscheinlich über gute Fremdsprachenkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau, welche jedoch keinen offiziellen Nachweis mit sich bringen, den man an eine Bewerbung anhängen könnte. Aber keine Sorge, es gibt verschiedenste Möglichkeiten, wie du deine Fremdsprache in deinen Lebenslauf und deine Bewerbung fließend einbauen kannst.

Bewerbungen: So formulierst du Sprachkenntnisse richtig

Bei der Formulierung der Sprachkenntnisse kommt es vor allem darauf an, dass eine Überprüfung dieser durch den neuen Arbeitgeber nicht in einer Blamage endet. Wenn in der eigenen Bewerbung von fließenden Fremdsprachenkenntnissen die Rede ist, kann es gut passieren, dass die Personaler während des Vorstellungsgesprächs ins Englische wechseln. Es ist also wichtig, sich selbst realistisch einzuschätzen und beispielsweise die Englisch-Kenntnisse nicht zu überschätzen aber bestmöglich darzustellen. Diese typischen Formulierungen für Fremdsprachenkenntnisse können deine Bewerbung aufpolieren und dich gleichzeitig vor peinlichen Fauxpas bewahren:

Muttersprachliches Niveau/Muttersprachler

Wenn du neben Deutsch mit einer anderen Sprache aufgewachsen bist und eigene Sprachkenntnisse entwickelt hast, dann kannst du diese unter dem Überpunkt „Muttersprachler“ in der Bewerbung angeben. Wenn du nicht mit der jeweiligen Sprache aufgewachsen bist, aber über ausgezeichnete Sprachkenntnisse verfügst, kannst du auf die Formulierung „muttersprachliches Niveau“ zurückgreifen.

Verhandlungssicher in Wort und Schrift

Am Beispiel der englischen Sprache gesehen, reichen für diese Bezeichnung der Fremdsprachenkenntnisse in der Bewerbung „nur“ gute Englischkenntnisse nicht aus. Der Unterschied zum Muttersprachler ist gering – Personen, die in einer Sprache verhandlungssicher sind, haben in den meisten Fällen viel Zeit in Ländern verbracht, in denen die Sprache gesprochen wird. Der Sprecher äußert sich intuitiv und muss nicht nach Formulierungen oder Vokabeln suchen, das Sprachniveau ist äußerst hoch. Auch Geschäftssituationen können in der Sprache ohne Probleme bewältigt werden.

Sehr gute Fremdsprachenkenntnisse

Komplexe Texte und abstrakte Themen bereiten dir in der Fremdsprache keine Probleme? Dann kannst du „sehr gute Fremdsprachenkenntnisse“ in der Bewerbung notieren. Auch fachbezogene Diskussionen und Unterhaltungen sollten dir keine Schwierigkeiten bereiten und Gespräche mit Muttersprachlern sollten für dich keine Herausforderung sein.

Gute Fremdsprachenkenntnisse

Wer gemerkt hat, dass Telefonate und Gespräche gut in der Fremdsprache geführt werden können, der kann „gute Fremdsprachenkenntnisse“ in seine Bewerbung schreiben. Achtung – konversationssichere Sprachkenntnisse lassen darauf schließen, dass der Gebrauch der Sprache im Schriftverkehr weniger gut funktioniert. Sollte dies nicht so sein und auch der schriftliche Verkehr gut funktionieren, ist es ratsam, dies mit anzugeben.

Grundkenntnisse

Grundkenntnisse einer Fremdsprache stammen in den meisten Fällen aus der Schule. Du kennst verschiedene Vokabeln und alltägliche Worte, kannst dich vorstellen und im Urlaub das Getränk deiner Wahl bestellen? Dann besitzt du Grundkenntnisse einer Sprache und darfst dies als Bewerber auch in deiner Bewerbung angeben.

Abstufungen der Sprachkenntnisse im Lebenslauf

Durch offizielle Tests und Zertifikate lassen sich die eigenen Fremdsprachenkenntnisse deutlich leichter und präziser einstufen und im Lebenslauf angeben. Als Nachweis können etwaige Zertifikate bei jedem Anschreiben mit gesandt werden. Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) hat dafür gesorgt, dass unterschiedliche Einstufungen von Sprachtests untereinander vergleichbar werden. Insgesamt gibt es drei Kompetenzniveaus mit jeweils zwei Niveaustufen, die im Lebenslauf für Klarheit sorgen. Die Bezeichnungen verlaufen von A bis C und A1 bis C2:

Kompetenzniveau A: Sprache kann elementar gebraucht werden

Bei der Niveaustufe A1 kannst du dich, selbst vorstellen und einige Sätze und Fragen bilden. Es ist ein kleines Vokabular vorhanden und wenn Gesprächspartner ihr Vokabular und Sprechtempo anpassen, kannst du als Anfänger mithalten. Die Niveaustufe A2 setzt voraus, dass Grundkenntnisse einer Sprache vorhanden sind und der Sprecher sich in einer einfachen Situation verständigen kann.

Kompetenzniveau B: Sprache kann selbstständig gebraucht werden

Die Niveaustufe B1 sagt aus, dass der Sprecher in seinem Vokabular und angereichertem Wissen bereits etwas fortgeschrittener ist. Auf Reisen kann sich weitestgehend verständigt werden und über gesellschaftliche Themen wie Freizeit oder Hobbies kann geredet werden. Bei der Niveaustufe B2 können Hauptinhalte komplexer Themen verstanden werden. Fließende und gute Gespräche sind möglich und auch Fachdiskussionen stellen den Sprecher nicht vor eine unmögliche Aufgabe.

Kompetenzniveau C: Sprache kann kompetent gebraucht werden

Zu den ausgeprägten Sprachkenntnissen kommt bei der Niveaustufe C1 ein umfangreiches Textverständnis zum Können des Sprechers hinzu. Implizierte Inhalte werden verstanden und ausführliche Äußerungen zu komplexen Themen sind möglich. Die Niveaustufe C2 ist fast mit muttersprachlichen Kenntnissen einer Fremdsprache gleich zusetzten. Die persönliche Ausdrucksweise ist spontan, fließend und nuanciert und jegliche Texte, Gesprächsthemen und Unterhaltungen sind für den Sprecher einfach zu folgen.

Mit diesen Formulierungen wird das Interview für den neuen Job nicht zum Reinfall und die Bezeichnungen der Fremdsprachenkenntnisse sind sowohl in Bewerbung als auch Lebenslauf korrekt angegeben. Nun musst du dich nur noch vor den Personalern beweisen und dem Traumberuf steht nichts mehr im Weg.

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